CDU Keltern

Die Baden-Württemberg-Partei

Warum eine Stadtbahn für Keltern?

Der Wunsch nach einem Stadtbahnanschluss für Keltern hat nichts mit Eisenbahnromantik oder Kindheitsträumen, wie vielleicht der ein oder andere denken mag, zu tun.
Nein, die CDU Keltern möchte ein schnelles, geräuscharmes, sauberes und modernes Verkehrsmittel und das fordern wir schon seit Jahren.

Was ist bisher geschehen. Als im Januar 2010 die Stadtbahndiskussion Straubenhardt - Neuenbürg - Birkenfeld - Pforzheim auflammte haben wir uns an dieser öffentliche Diskussion beteiligt.

Wir haben im Gemeinderat dafür geworben und eine Stadtbahnstudie auf den Weg gebracht. Diese ergab, dass Keltern durchaus auf die Schiene setzen kann. Allerdings ist dies nach der Studie, gerade im Ortsteil Dietlingen und auch in Ellmendingen nicht ohne Schwierigkeiten umsetzbar.

In kurzer Zeit wurden von der CDU Keltern 867 Unterschriften von Mitbürgern gesammelt und mit Bürgermeister Pfeifer, als öffentliche Willensbekundung, im Landratsamt an den Ersten Landesbeamten Herz übergeben.

Auf öffentlichen Druck hat die Stadt Pforzheim mit dem Landratsamt Enzkreis im Herbst 2010 eine Expertenrunde einberufen und nochmals die Strecke Straubenhardt - Pforzheim untersucht. Das Ergebnis fiel mit 0,5 im Nutzen-Kosten-Verhältnis zwar besser aus als in den Jahren zuvor, doch hier ist ein Wert von 1,0 erforderlich. Diese Richtlinien in der Bewertung können sich durchaus in den nächsten Jahren ändern, so die Aussage des Landratsamtes. Keltern war in diesen Berechnungen noch gar nicht berücksichtigt.

Weshalb anderorts in Baden-Württemberg, bei niedrigeren Bevölkerungszahlen bzw. Anbindungen, andere Nutzen-Kosten-Verhältnisse bestehen und Stadtbahnverbindungen in der Fläche gebaut werden, bleibt, wie der Start und die Einsetzung des sogenannten Metrobus in Pforzheim auf speziellen Trassen, im verborgenen.

Wie geht es nun weiter? Die CDU Keltern wird weiter an diesem Thema dran bleiben. Wir wollen, dass die in der beauftragten "Machbarkeitsstudie" für Keltern, geplante Trasse freigehalten wird und ein weitergehendes Konzept für die zukünftige Mobilität, gerade in diesem Bereich, entwickelt wird.

 

Faktencheck zum Thema Stadtbahn:

  • Der Bund beteiligt sich mit 60 Prozent, das Land mit 20 Prozent und die Kommunen mit 20 Prozent an Stadtbahnprojekten.

  • In Stuttgart und Karlsruhe fahren Stadtbahnen - ausgerechnet dazwischen, also in Pforzheim, wird ausschließlich auf Busse gesetzt.

  • 15 Prozent der Pkw-Fahrer steigen vom Pkw auf den Bus um. 40 Prozent vom Pkw auf die Stadtbahn. Somit sind Busslinien immer am Rande der Finanzierbarkeit. Das Defizit bei den privatisieren Verkehrsbetrieben in Pforzheim ist schon lange nicht mehr zu leugnen.

  • Stadtbahnen sind auf ihren eigenen Trassen unschlagbar in Sachen Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit.

  • Die Attraktivität einer Stadt und Gemeinde in Sachen Wohnen, Arbeiten und Leben hängt auch sehr stark mit den zur Verfügung stehenden Verkehrsmitteln zusammen und hier ist Karlsruhe ein blühendes Beispiel.

  • Alle Stadtbahnlinien die bislang gebaut wurden sind ein Erfolgsmodell und nicht defizitär. Deshalb ist der Widerstand gegen ein solches Zukunftsprojekt für uns nicht nachvollziehbar.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

CDU Vertreter aus dem Enzkreis und der Stadt Pforzheim fordern kreisübergreifende Verkehrsplanung:

Chance für Pforzheim mit der Schiene den westlichen Enzkreis an die Stadt zu binden

 

Auf Einladung des Vorsitzenden der CDU Keltern, Michael Sengle, trafen sich am Freitag Vertreter der CDU aus dem Enzkreis und der Stadt Pforzheim, der Jungen Union und der Seniorenunion in Keltern, um sich von einem Verteter des Planungsbüros InfraPlan aus Remchingen die Möglichkeiten eines Stadtbahnanschlusses für den westlichen Enzkreis an die Stadt Pforzheim über Ittersbach, Ellmendingen und Dietlingen sowie den Stadtteil Arlinger darlegen zu lassen. Nach ausführlicher Vorstellung der Streckenvarianten, insbesondere in Dietlingen, brachte es der CDU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Günther Bächle, auf den Punkt, in dem er der CDU-Fraktion im Pforzheimer Stadtrat anbot, eine gemeinsame Verkehrsentwicklung zu erörtern. Der Vorsitzende der CDU Pforzheim, Stadtrat Wolfgang Schick, sicherte zu, dieses Angebot seiner Fraktion zu unterbreiten. Die Diskussion habe klar gezeigt, so Schick, dass nur eine gemeinsame Verkehrsplanung von Stadt und Enzkreis die erforderliche Wirtschaftlichkeit einer Schienenanbindung des westlichen Enzkreises an die Stadt gewährleisten kann. Unabhängig davon, welche Trasse man betrachtet, so der Planer, von Straubenhardt über Neuenbürg und Birkenfeld nach Pforzheim, einer Trasse von Ittersbach oder Remchingen über Keltern ist entscheidend, dass zusätzliches Fahrgastpotential in Pforzheim erschlossen wird, um die Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten.

Pforzheim müsse eine strategische Entscheidung treffen, so Siegfried Kälber und Ingolf Lehmann von den Verbänden Birkenfeld und Straubenhardt, ob die Stadt die Bürger des westlichen Enzkreises an sich binden will oder ob weiter eine Abwanderung nach Karlsruhe zugelassen wird. Dies sahen auch die Vertreter der Seniorenunion Wolfgang Mößner, Florian Enghofer von der Jungen Union aus Remchingen und Hermann Becker CDU Fraktionssprecher im Kelterner Gemeinderat so.  Im Ergebnis müsse eine gemeinsame Strategie für die Region entwickelt werden über die Verkehrsplanung hinaus, sonst werde die Region zwischen Karlsruhe und Stuttgart von den großen Zentren zerrissen, so die abschließende Meinung aller Teilnehmer.

 

 02.10.2010