CDU Keltern

Die Baden-Württemberg-Partei

Tag der deutschen Einheit - 60 Jahre Baden-Württemberg - 40 Jahre Keltern

Drei Jahresrückblicke auf einmal ließ Keltern am Tag der Deutschen Einheit Revue passieren: 60 Jahre Baden-Württemberg, 40 Jahre Gemeinde Keltern und 22 Jahre Wiedervereinigung Deutschland. Das war für die Gemeinde Keltern auf Initiative der CDU Anlass für ein großes Fest.

Der ökumenische Gottesdienst in der Winzerhalle in Ellmendingen stand unter dem Motto „Frieden – was sonst?“ Musikalisch umrahmte der Posaunenchor Keltern unter der Leitung von Andreas Bär den Gottesdienst und die anschließende Feier auf dem Eitersberg.

Bei idealem Wetter zog der Jubiläumsfestzug zu Fuß hinauf an die ehemalige Landesgrenze zwischen Baden und Württemberg. Zuerst wurde die Flagge des Königreichs Württemberg zu den Posaunenklängen des württembergischen Lieds „Der reichste Fürst“ gehisst. Das Loblied der Badner kannten die Festgäste besser und sangen kräftig mit, als die badische Flagge an die Reihe kam. Zur Nationalhymne wurde dann die baden-württembergische Flagge hochgezogen.

Das Wetter war geradezu ideal für diesen Festakt, bei dem der Wind die Fahnen munter aufrichtete und flattern ließ. „Der ehemalige Grenzpunkt ist ein Symbol für Frieden und Verbundenheit“, sagte Michael Sengle, Vorsitzender der CDU Keltern. Vom Platz auf dem Eitersberg seien die drei Fahnen in allen fünf Kelterner Ortsteilen zu sehen. Als Zeitzeuge der Vereinigung von Baden und Württemberg sprach Alt-Landrat Werner Burckhardt. „Ich war gerade 14 Jahre alt und begann mich für Politik zu interessieren, da habe ich die heftigen Auseinandersetzungen miterlebt, die vor allem in Baden der Gründung des Südweststaates vorausgingen“, sagte Burckhardt. Er schilderte die Entwicklung der Königs- und Fürstenhäuser und holte aus bis zu den Römern, die Straßen auch durch Keltern oben im Rannwald bauten. „Nebenher gründeten sie auch noch Pforzheim und einige kleinere Siedlungen wie in Wilferdingen, Nußbaum und Enzberg.“

Im Nachkriegsdeutschland hätten die einen die alten Länder wieder herstellen wollen, die anderen einen Zusammenschluss zum Südweststaat angestrebt. „Dass Zusammenhalt und eine Bündelung der Kräfte für eine gute Entwicklung hilfreich sind, hat auch die Kreis- und Gemeindereform der 1970er-Jahre gezeigt“, so Burckhardt.

„Wir werden die Fahnen nur zu bestimmten Anlässen hissen“, sagte Kelterns Bürgermeister Ulrich Pfeifer. Für diesen Anlass hätte man niemand besseren als den Zeitzeugen Werner Burckhardt finden können. Frieden und Zufriedenheit bedeute auch, mit sich selbst im Reinen zu sein. „Frieden beginnt bei jedem selbst.“ Die Masten stehen zwar vorerst nur vorübergehend an diesem Platz. Auf dem Eitersberg ist alles Landschaftsschutzgebiet. „Wir warten noch auf die endgültige Freigabe“, so Pfeifer.